Schöne Weihnachten - Ein paar “mediative“ Tipps für eine entspannte Vorweihnachtszeit

 

 

Ab Mitte November, zeitgleich mit der Eröffnung der ersten Weihnachtsmärkte, hat der Weihnachtsstress die ersten von uns schon voll gepackt.

 

Eigentlich ist es noch zu früh dafür, oder was meinen Sie?

 

Wenn ich abends nach einem Meeting oder Coaching nach Hause fahre, erlebe ich starken Andrang in den Shopping Malls.

 

 

Viele Menschen wollen nun ihre ersten Geschenke einkaufen.

 

Vielleicht auch noch etwas Weihnachtsdekoration.

Oder man trifft sich vielleicht sogar zu den ersten Weihnachtsfeiern auf der Promenade.

 

Bereits ab Mitte November verändert sich etwas in meinem Umfeld, oder viel mehr die Menschen dort.

 

Viele sind plötzlich gestresst, sehr knapp angebunden und ihre Laune hat sich stark Richtung “Oh Gott bald ist Weihnachten“ gewandelt.

 

 

 

Weihnachtsstress beruflich und privat?

 

 

 

Neben den ganzen weihnachtlichen Verpflichtungen ist bei vielen Menschen auch dienstlich nun eine anstrengende Zeit. Projekte müssen bis Jahresende abgeschlossen werden, die restlichen Erträge gilt es noch reinzuholen, oder wichtige Kundenbesuche zu erledigen, das neue Jahr zu planen.

Und das alles in der vorweihnachtlichen Hektik rund um Plätzchen backen, Dekorieren oder Geschenke besorgen, Weihnachtsessen planen und einkaufen, Hamsterkäufe für die Feiertage erledigen, und dabei noch möglichst viele Weihnachtsfeiern besuchen.

 

Vor lauter Aufgaben und Termine ist die Vorweihnachtszeit schnell vorbei und vielen Menschen fehlt die Zeit für die wichtigen Dinge im Dezember.

Zum Beispiel Besinnlichkeit, das bewusste Genießen der schönen Dinge an Weihnachten.

 

Und dann hat man sich erfolgreich bis zum 24.12. “gearbeitet“, nur um dann an den drei Feiertagen das alljährliche Pflichtprogramm mit seiner Familie zu überstehen. 

 

Am 26.12. sind viele froh endlich diesen Weihnachtsstress hinter sich zu haben.

 

 

Manche sogar froh wieder arbeiten gehen zu dürfen. Wenige werden das so offen sagen, aber haben Sie das nicht auch schon mal gedacht?

 

 

Was kann man denn nun anders machen? Denn eigentlich soll Weihnachten ein ruhiges, harmonisches Fest im Kreise der Lieben sein. Der Dezember ein entspannter Monat mit viel Vorfreude und besinnlicher Stimmung.

 

Ich habe mir ein paar Gedanken gemacht, wie ein Weihnachten wieder ein Stück so sein kann "wie früher".

 

 

 

1. Was ist Ihnen wirklich wichtig?

 

 

 

Bevor Sie etwas an ihrer Weihnachtszeit verändern können, stellt sich die grundlegende Frage: Was soll sich überhaupt ändern?

Damit man sich den Wünschen bewusst wird, sollte man sich genug Zeit zum reflektieren nehmen.

Vielleicht schauen sie ab heute bis 26.12. bewusster auf dieses Jahr.

 

Was gefällt Ihnen an ihrer Weihnachtszeit?

Wie fühlen Sie sich?

Was macht Ihnen eine gute Stimmung?

Was erzeugt in Ihnen Stress?

 

Mir hilft dabei immer ein kleiner Notizblock, auf dem ich meine wichtigsten Gedanken festhalten kann.

 

Werden Sie sich ihrer Weihnachtswünsche bewusst!

 

 

Denken Sie dabei ruhig in alle Richtungen! 

Denn grundsätzlich sollte erstmal alles zur Disposition stehen.

Gehen Sie dabei weg von alten Positionen und Problemen, hin zu einer zukunftsorientierten Denkweise.

Bauen Sie sich ruhig ein perfektes Weihnachten in ihren Gedanken auf, das ist ihre Ressource für die nächsten Schritte!

 

 

 

2. Wie sind die Wünsche “meiner“ Menschen an Weihnachten?

 

 

 

Nachdem Sie nun für sich ihre Wünsche zur Weihnachtszeit festgehalten haben, gilt es den Blick auf die Personen zu richten, die ihnen in der Weihnachtszeit wichtig sind.

Stellen Sie ihrem Partner, ihren Kindern, ihren Eltern, Freunden oder anderen Kontakten die gleiche Frage. 

Nur so erfährt man mehr von seinen Lieben.  

Vielleicht sind manche Wünsche ja deckungsgleich? Oder Sie ergänzen sich gut?

 

Vielleicht möchte der Sohn lieber mit seinen Freunden am zweiten Weihnachtstag etwas unternehmen, statt mit zu Oma zu fahren. Vielleicht freut sich Oma auf Zeit mit Ihnen ganz alleine, da der Enkel häufig quengelig ist und den gemeinsamen Nachmittag eher stört als genießt. Vielleicht haben andere Familienmitglieder den Kalender genauso voll wie Sie, und möchten mit Ihnen lieber nach den Feiertagen in Ruhe brunchen? 

Eine gute Idee, die auch ihren Terminkalender an Weihnachten etwas entzerrt.

Kann man sich am Heiligabend vielleicht in großer Runde treffen, damit Sie wenigstens einen Feiertag zum Entspannen haben?

Kann man sich in der Familie mit der Ausrichtung von Heiligabend abwechseln, damit für jeden über die Jahre der Stress weniger wird? 

 

 

Treffen Sie gemeinsam Entscheidungen, denn nur dann werden alle diese auch gerne mit umsetzen und niemand fühlt sich fremdbestimmt.

 

 

Und auch hier gilt: Denken Sie an Lösungen und nicht an Widerstände!

 

 

 

 

3. Legen Sie früh die Verteilung aller Aufgaben fest

 

 

 

 

Sie haben in gemeinsamer Runde nun ihre Vorstellungen von Weihnachten besprochen und im besten Fall zusammen die Eckpunkte festgelegt.

Nun ist es wichtig die anstehenden Aufgaben wie Erledigung der Einkäufe, besorgen des Tannenbaumes etc . fair zu verteilen.

Dabei hilft es, die bisherige Verteilung kritisch zu überprüfen.

Hat jeder wirklich die Aufgaben erledigt, die gut zu ihm passen?

Vielleicht sind Oma und Opa aufgrund ihres Alters froh, wenn Sie anstregende Aufgaben abgeben können?

Vielleicht sind die Kinder alt genug nun mehr mitzuhelfen? 

Dabei hilft es, jede gute alte Tradition zu überdenken.

Soll wirklich jeder jedem etwas schenken?

Oder reichen Geschenke für die Kinder?

Soll es wieder ein echter Baum sein, oder steigt man auf einen künstlichen Baum um.

Dann spart man sich den jährlichen Weg und langfristig auch die Kosten. Und tut was für die Umwelt!

Sollen es wirklich klassische Weihnachtskarten sein, oder geht vielleicht eine elektronische Version?

Oder vielleicht eine im Internet erstellte Karte? Schreibe ich vielleicht nur 10 statt 25 Karten?

 

 

 

4. Planen Sie realistisch

 

 

 

Egal welche Gedanken Sie zu ihren Weihnachtsplänen haben:

Planen Sie realistisch!

Vergeben Sie nur Aufgaben an die Personen, die diese auch wirklich erfüllen können. Planen Sie für alle Vorhaben genügend zeitlichen Vorlauf. So sind sie bei Überraschungen handlungsfähig. Denken Sie an Pufferzeiten bzw. Auszeiten. Nur so bleibt Zeit, um zwischendurch auch mal Luft zu holen.

Ziehen Sie regelmäßig eine Zwischenbilanz.

Was ist erledigt?

Wo sind Sie hinter dem Plan?

Was kann entfallen?

Hat sich etwas Neues ergeben?

 

 

 

5. Schieben Sie keine alten Konflikte bis Weihnachten

 

 

 

Sie können das Weihnachtsfest noch so gut planen, alte Konflikte können an den Feiertagen die beste Planung zunichte machen. 

Ganz egal welche alten Themen noch immer unterm Tannenbaum köcheln, mit offenen Konflikten kann keine Familie ein harmonisches Fest zubringen. 

 

Geben Sie sich einen Ruck und packen den Konflikt an.

 

 

Sprechen Sie die alten Konflikte an, ganz egal, worum es geht und wie wichtig es erscheint.

Sollten Sie einen neutralen Dritten wünschen, suchen Sie sich einen Mediator vor Ort. 

Nutzen Sie hierzu ein Mediatorenverzeichnis, oder Fragen Sie bei Freunden und Bekannten nach ihren Erfahrungen.

Häufig hilft schon eine kleine Konfliktlösung, die nicht viel Zeit benötigt.

Die involvierten Personen müssen dazu nicht mal vor Ort sein.

 

 

 

 

Ich wünsche Ihnen eine entspannte Vorweihnachtszeit und harmonische Feiertage.

Sascha Lippe

 

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